Hydraulik MF 130 hebt nicht

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Basti-mf130

Gast
Hallo zusammen, ich heiße Sebastian und habe das Problem, dass die Heckhydraulik meines 130‘ ers nicht mehr funktioniert. Habe schon viel hier bei euch gelesen und getestet. Bislang ohne Erfolg. 

Habe den Getriebedeckel abgebaut. Das hauptventil ist gängig, das Nebenventil wirkt mM nach recht weit rein gedrückt. Einer der Nocken berührt das Ventil eher nur ganz leicht. Das Nebenventil bewegt sich nicht, wenn ich am Verstellsegment Veränderungen vornehme. Weiß allerdings nicht, ob sich da etwas ändern muss ohne Druck. eup-1137495686-eeaba9fcce4e2e02668971368fa5f558-1675755263_big.jpg

Jetzt meine Frage:

Was muss passieren, wenn ich mit dem Akkuschrauber vorne an der Pumpe ansetze und drehen lasse? Es kommt Öl mit Luft gemischt aus einer Öffnung am Steuerblock (im Bild mit rotem Kreis versehen). Müsste sich an den Hubarmen ein Druck aufbauen wenn ich meinen Körper dagegen stemme? Auf jeden Fall kommt beim drehen an der Pumpe keine größere Druckmenge von 140 bar an irgendeiner Stelle heraus.

Vielleicht könnt ihr mir helfen. 

Grüße Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ich sehe ja, daß du schon den ganzen Tag auf Antwort heischst, aber unser 130er Spezie Ulli ist eher Nachtschwärmer. Wird schon noch kommen:-).

Gruß +Matthes+

P.S. Erzähl doch mal bischen was über dich und deine Maschine.
 
Hallo Matthes, ach kein Problem. Da meine hydraulik schon seit über einem Jahr nicht mehr geht ist‘s nicht ganz so eilig. Aber leider werden die Käferbäume im Thüringer Wald nicht weniger und ich würde schon gerne mal wieder selbst mit der Winde raus und mit meinem MF 130 arbeiten.

Kurz bevor die Heckhydraulik den Geist aufgab, hatte ich das Gefühl, dass beim anheben ein säuseln zu hören gewesen war. Möchte meinen, dass es vorher kaum Geräusche beim anheben gab, bin mir aber auch nicht mehr 100% sicher. 

Ansonsten habe ich schon das Öl gewechselt, Rohrfilter gereinigt, die Dichtung am Steigrohr ist nicht mehr besonders, die sollte ich mir vlt noch besorgen. Vor dem abnehmen des Deckels prüfte ich noch ob an der Entnahmestelle/Prüfstelle auf dem Deckel außen oberhalb der Hydraulikpumpe Druck ansteht. Ich hatte dafür nur die Schraube abgemacht ohne Druckmesser oder ähnlichem, dort kam nach dem Motorenstart Öl heraus, man konnte den Anschluss kaum mit den Fingern zuhalten. 
 
hallo Sebastian, :-)

willkommen hier im Forum ;-)

Zuerst zu deiner Frage ... wenn du unterhalb deines roten Kreises diesen Gehäusestopfen herausdrehen, und da mal hineinleuchten würdest, so könntest du den Hauptkolben sehen. Wenn aus dieser Bohrung in deinem Kreis ein "Ölluftgemisch" herausquaddelt, dann ist das wohl der Beleg dafür, dass die Steuerung auf ablassen steht ... denn diese Bohrung ist wohl der drucklose Rücklauf des inneren Systems.

Wie fest die Nocken gegen die Steuerkolben drücken, hängt auch von der Stellung der Hubwelle und damit den auf ihr befestigten Excenterscheiben ab.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Plunger von seinem Zapfen gerutscht ist. Das ist aber alles Kaffeesatzleserei.

Was passieren müsste, wenn du mit dem Akkuschrauber an der Pumpe drehst weiß ich nicht und ist mir auch zu spekulativ. Ja, wenn du an der Pumpe drehst und die Steuerung auf heben steht, sollten sich die Hubarme bewegen ... sofern der Ölansaug luftfrei gewährleistet werden kann.

Was bitte,  verstehst du unter einer Druckmenge ??? *grübel*  Ein Druck baut sich unabhängig von der Menge auf ... nur durch Zuführung von Energie.

Einen Druck von 140 bar mit einem Akkuschrauber erzeugen zu wollen ist allenfalls belustigend ;-)

Sich deinen Spekulationen hinzugeben ist vermutlich nicht zielführend.

Deiner Spekulation bzgl. der Steigrohrdichtung  würde ich auch erst mal keinen Raum geben.

Damit wir auch sicher sind, von den selben Dingen zu sprechen ... wo findet sich deiner Meinung nach das Steigrohr ?

Also ich würde gerne den Verlauf besser verstehen. Die Hydraulik hat mit voller Leistung gearbeitet, oder hattest du schon länger den Eindruck, dass sie schwächelt ? Und dann hat sie von heute auf morgen schlagartig nix mehr gemacht ? Oder lag zwischen dem letzten einwandfrei funktionieren und dem Defekt eine längere Phase des Stillstands ?

Es wäre hilfreich, wenn du da deutlich ausführlicher berichten würdest. Schilder bitte mal ausführlich, wie und seit wann die Hydraulik nicht mehr hebt, und wie es dazu kam.

Wenn du da erschöpfende Auskunft gegeben hast sehen wir weiter.

Gutes Gelingen

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli, 

Vielen Dank für deine rasche Antwort. :)

Wie gesagt kann ich es nicht mehr 100% sagen wie die letzten Bewegungen der Hydraulik waren, da es schon mehrere Jahre her ist. Bin dann nur mehr ohne sie gefahren. Ich denke aber, dass die Leistung eher kontinuierlich nachgelassen hat, also nicht komplett von 100 auf 0 von heute auf morgen. Mit mehr Drehzahl funktionierte das Heben besser. Habe dann als sie nicht mehr funktionierte während des Fahrens immer wieder mal probiert ob sie funktioniert, ohne Erfolg. 

Mit Dichtung bzw Steigrohr meine ich natürlich die Verbindung zwischen Hydraulikdeckel und dem Getriebe, die 4,1 mm starke.

Mit Druckmenge ist natürlich keine Liter-Angabe oder ähnliches gemeint, nur ob irgendwo an dem Konstrukt für mich ersichtlich ist ob Druck anliegt. 

Haben während des Akkuschrauber-Tests auch das Verstellsegment betätigt, kaum Änderung am drucklosen Rücklauf des inneren Systems.
 
moin Sebastian,  :-)

... kann nicht mehr genau sagen ... schon mehrere Jahrer her ist ... ich denke aber ...

ich liebe derlei Formulierungen *schmunzel* ...

Also, richtig ist, dass die von dir benannte Dichtung im Ansaugstrang intakt sein muss ... wenn dem nicht so ist zieht die Pumpe mehr oder weniger Luft mit an ... dann kann sie keinen Druck aufbauen.

Nur der Vollständigkeit halber ... das Steigrohr führt von der Pumpe nach oben in den Filterblock (siehe Bild).

Ohne weiteres kannst du nirgendwo den aufgebauten Druck ablesen, dazu musst du dir die Voraussetzungen schaffen und dir ein Druckmessgerät zulegen. Auf deinem Bild ist zu sehen, dass du oben auf dem Filterblock noch ein Zusatzventil montiert hast. Wozu ist das ? Hat  das verwendbare Anschlüsse ? Dann könntest du da mit wenig Aufwand einen Prüfpunkt aufbauen.

Wenn die Hydraulik seit längerer Zeit nach langem Stillstand nicht mehr arbeitet, dann wäre "Daniels Methode" ein Lösungsansatz *schmunzel*.  Zum besseren Verständnis habe ich dir mal einige Bilder beigelegt,  auf denen dies und das benannt ist.

Kann es sein, dass das mal Steuerkolben, mal Steuerschieber benannte, Element hängt ? Mal bitte mit mäßigem Druck versuchen, den Kolben in Richtung Pumpe, also nach links, zu bewegen. Dazu kannst du vorher durchaus etwas Öl auf die Kolbenfläche geben. Wenn der Kolben sich reindrücken lässt und selbsttätig wieder rauskommt wäre diese mögliche Fehlerursache abgehakt.

Wenn die Hydraulik geringe Lasten bei höherer Drehzahl besser hebt, liegt das oft an verstopften Filtern. Ok, diese Formulierung ist auch recht schwammig ... deshalb ... wenn du um 100 kg  anzuheben mehr als Standgas brauchst, dann wäre mein erster Tip ... neuen Feinfilter einbauen. Das Rohrsieb zu reinigen war ein guter Ansatz, jetzt wäre noch der Feinfilter zu erneuern ... das ist ein viellagiger Papierfilter.

Um den Rohrfilter auszubauen musstest du ja wohl oder übel das Getriebe/Hydrauliköl ablassen. Hast du das an allen drei Ablassstellen gemacht, und wieviel kam da raus ? Schlussendlich stellt sich die Frage, wieviel hast du dann wieder eingefüllt ?

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Vielleicht können die Bilder etwas Klarheit schaffen ...

Meine Empfehlung wäre erst mal ...Steuerkolben gangbar machen, Dichtung im Ansaugstrang austauschen, zusammenbauen, ausprobieren ...

Wäre schön, wenn du mal eine Rückmeldung geben würdest. :-)

Viel Erfolg

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Nabend,

also du meintest das Steigrohr und ich meinte aber den Dichtring des Ansaugrohrs. Ersatzteilliste S. 48 Getriebe, Getriebegehäuse und Schaltung Position 41 !!

Den kleinen Dichtring am Steigrohr von der Pumpe in den Filterblock hatten wir schon einmal gewechselt.  Der schaut gut aus. Der Feinfilter ist ebenfalls neu, max 2 Jahre.

Traktor war oft in Betrieb, kein Stillstand über Jahre.

Besagter Steuerkolben/ Hauptkolben funtioniert. Lässt sich leicht reindrücken und kommt auch mit "Geräusch" zurück.

Öl vorschriftsmäßig an allen 3 Stellen abgelassen. Waren knappe zwei 10 -Liter Eimer. Beim auffüllen ging der 20-Liter Behälter nahezu hinein bzw ich habe den Füllstand natürlich an der Kontrollschraube überprüft!

Jetzt ist, nachdem ich das Öl erneut abgelassen hatte trotzdem noch etwas Schmodder in den 3 Böden. Vielleicht sollte ich das auch noch ordentlich reinigen, bevor sich die Filter gleich wieder damit zusetzen?

Vielen Dank für deine Bilder :-)
 
hey

Schmodder noch rausmachen ist sicher eine gute Idee. Ursächlich an deinem Hubproblem ist der jedoch nicht.

Wenn die Hydraulik nach dem Zusammenbau immer noch nicht tut, würde ich zu einer komplett neuen Grundeinstellung gemäß des Werkstatthandbuchs raten.

Eine andere Überlegung ist, ob du nicht direkt die Grundeinstellung ausführst, bevor du alles wieder zusammen baust. Das ist natürlich völlig in deinem Ermessen.

Hattest du nach dem Plunger geschaut ??? Möglichenfalls hat der sich irgendwie von seinem Stift gelöst. Dann hebt die Hydraulik auch nicht mehr. Der Plunger ist das Rohr, das einerseits das Gehäuse nach hinten durchdringt und am Oberlenkerbock festgeschraubt ist, andererseits ungeschickt zugänglich einen Zapfen in sich aufnimmt. Das Ganze überträgt den Druck des Oberlenkers auf die Steuerung.

Dazu lege ich dir mal noch Bilder in den Faden ...

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Einfach mal nachschauen, ob der Zapfen noch im Rohr ist.

viel Erfolg
 
Hallo zusammen und Entschuldigung, dass ich mich länger nicht gemeldet habe. Wir tüfteln immer mal an der Hydraulik meines MF, aber man hat eben nicht immer so die Zeit dazu.

Zum aktuellen Stand. Heute hat sich der Hubzylinder beim Akkuschrauber-Test bewegt, die Hubarme bewegten sich. Was uns stutzig macht ist, dass dauerhaft Öl aus diesem besagten drucklosen Rücklauf strömt. Erst kommt die Luft aus dem System und dann dauerhaft Öl wenn der Schrauber am drehen ist. Steuerschieber haben wir auf heben gestellt, Nocken hat Schieber nicht berührt. 

Ist das so richtig?  

EDIT: Nebenventil ist bzw war fest. Versuchen es nun wieder schön gängig zu machen. 

Schönen Abend Sebastian
 
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