Hinterachse - Differential - Kraftübertragung

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MF35-23C-Pete

Gast
Hallo zusammen,

letzte Woche hatte ich mal wieder Zeit an meinem MF 35 zu schrauben. Bin gerade dabei die Hinterachse anzuschrauben.

Beim Auseinandernehmen habe ich das Differential herausgenommen (aber nicht auseinandergeschraubt.) Wollte nur nachsehen ob alles soweit in Ordnung ist, da ich im Getriebeöl unter dem Differential (übrigens ohne Sperre) große Späne herausgefischt habe. Also es war soweit alles OK und und ich baute das Differential wieder ein. Achstrichter mit neuen Dichtungen drauf, die Hinterachse wieder eingebaut (ohne Einbau von neuen Lagern oder Wellendichtringe, da diese weder geschlagen, gewackelt oder geleckt haben). Lediglich die vorherige Spieleinstellung kam mir ein bisschen viel vor.

Also habe zuerst die rechte Hinterachse eingebaut (mit den vorhandenen Distanzringen), dann die linke. Merkte aber, dass ich das Spiel auf der linken Seite klar überschreite (ohne Einbau der vorhandenen Distanzringen). Hab dann die rechte Hinterachse wieder ausgebaut, alle Distanzringe herausgenommen und die linke auch ohne Distanzringen eingebaut. Hab dann bemerkt, dass kurz vor dem Festziehen der linken Hinterachse die beiden Achsen auf Pressung kommen, also wieder linke Seite ab und einfach eine 0,5mm Distanzscheibe eingebaut (davor waren es auf beiden Seiten 1,5 bis 2 mm je Seite). Jetzt dreht sich wieder bei Anzug die Hinterachse (und ja ich weiß, das Spiel ist 0,05-0,2mm! - trotzdem habe ich das jetzt so belassen).

Dies scheint mir jetzt das geringere Problem zu sein.

Das größere Problem ist, dass ich bemerkt habe, dass ich bei Drehung der oberen Getriebestange im Leerlauf - hab den Hydraulikdeckel offen -(auch bei Drehung des Motors im eingelegtem Gang) keine Kraftübertragung an der Hinterachse habe. Die Hinterachse dreht sich zwar, aber kann ohne weiteres bei Drehung der Getriebestange angehalten bzw. zurückgedreht werden.

Ist das normal (Ja? - Nein?)? -- Ich glaub nicht, denn wie soll der laufende Motor die Kraft sonst auf die Hinterachse übertragen?. Wenn nicht, woran kann der Fehler liegen (Differential?)? - Denke mal, dass ich wieder alles auseinanderlegen muss - aber hat jemand eine Idee auf was ich dann genau achten sollte? Oder soll ich vorher versuchen alle Distanzringe wie zuvor einzusetzen? - Davor hat ja auch alles funktioniert?

Grüße und Dank für eure Antworten

Peter

 
 
Hallo Peter

Ein Rad kannst du immer fest halten, das wäre normal bei einem ungesperrten Differenzial. Wenn die Eingangswelle dreht, muss mindestens ein Rad drehen. Du kannst auch die Eingangswelle blockieren. Wenn du das eine Rad nach vorwärts drehst, dreht das andere rückwärts.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Hallo Fixu,

danke für deine schnelle und präzise Antwort.

Ich habe das gerade ausprobiert und es stimmt....eine Achse dreht immer (mit Kraftübertragung)..Gott sei Dank ist das normal! Puuuuhhhh
huepfend_018.gif
...also kein auseinanderprimeln mehr.

Man merkt halt, dass ich vorher noch nie an solchen Teilen geschraubt habe. Wird auch in Zukunft bei mir nicht mehr passieren (hoffe ich). Mir reicht der kleine Engländer.

Also nochmals Dankeschön an Fixu.

Was mich aber trotzdem noch ins Denken kommen lässt ist das Axialspiel. Ich habe auf der Suchenfunktion einige Beiträge gelesen. Brennend interessieren würde mich, wie man das Axialspiel (0,05 - 0,2mm) per Messuhr abmessen kann. Gibt es davon Bilder?

Falls ja, muss man doch einen Achstrichter auf jeden Fall abbauen, gegenüberliegende Steckachse einführen, am Differential den Abstand herausmessen und danach alles wieder abbauen (Achstrichter + Steckachse) und auf der anderen Seite (nach Aufbau des anderen Achstrichters) dieselbe Prozedur durchführen. Vorher natürlich das Differential der Länge nach ausmessen. Dies macht doch keinen Sinn. Das Differential ist erst mit dem linken Achstrichter fest auf Position. Also wie die rechte Seite ausmessen?

Na ja, vielleicht denke ich zuviel darüber nach. Falls mir bitte jemand noch einen Tipp dazu hat, kann er sich gerne melden. Ansonsten lasse ich die Distanzscheibe von 0,5 mm auf der linken Achsseite.

Servus

Peter
 
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