50B: Hilfe zum bekannten Problem Wandler/Getriebeöl

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First Strike

Gast
Wie schon in der Überschrift beschrieben geht es um die beiden Ölkreisläufe.

Ich habe mich mal durch diverse Foren gelesen und anscheinend ist es keine Seltenheit das aus beiden Kreisläufen einer gemacht wurde. Anscheind ein Umbau von seitens MF.

Gibt es nun eine Offizielle Anleitung welches Öl man für den einen Kreislauf nehmen sollte?

Der Wandler und die Kupplung wurde erst vor ein paar Jahren repariert. Deswegen habe ich keine Lust das nun durch falsches Öl wieder Probleme auftreten.

Vielen Dank schon mal ;) 
 
Hi Unbekannt,

die Kupplungen und der Wandler haben eh das gleiche Öl.

Lediglich das Getriebe kommt mit dazu. und dem ist bei den Drhezahlen und Betriebsstunden fast egal was für ein Öl.

Also Wandleröl nach Anleitung einfüllen. Sollte rötlich aussehen das Öl was drin ist.

Gruß,

MHF
 
Tut mir leid das ich mich nicht vorgestellt habe :(

Ich bin First Strike und neu hier.

Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!

Der MF befindet sich seit ca 20 Jahren in unsrem Besitz und hat nun an die 5000bh.

Leider bin ich die erste Person die überhaupt mal in Sachen Wartung was macht.

Ich weiß allerdings das die Kupplungs Lamellen schon mal aufwendig getauscht wurden.

Vom Gefühl her bringt er aber immer noch nicht die volle Kraft auf die Räder. Ich denke es lag am Öl.

Wie schon von vielen andern Foren Mitgliedern beschrieben spritzte einem das Öl beim kontrollieren des Wandler Füllstandes regelrecht entgegen. So ebenfalls bei mir.

Beim ablassen war das Öl gelb. Und auch der Kerl der damals die Lamellen getauscht hatte, meinte der Wandler läuft mit Hydrauliköl (was definitiv falsch ist) 

Das ist ein Indikator dafür, das Wandler, Getriebe und Hinterachse einen gemeinsamen Ölkreislauf haben.

Aus ihrer Antwort kann ich nun schließen, daß ich den gesamten Kreislauf mit ATF füllen soll?

Schon mal vielen Dank für die Antwort. Zum Glück gibt es im Baumaschinen Sektor auch noch Leute die einem weiterhelfen können.

Nachtrag : Die Bremsen sind ja auch noch in dem Kreislauf mit drin. In einem andren Post, hat jemand behauptet nach dem Umbau wurde das ganze System mit 20w50 Betrieben.

Das ganze System (Hinterachse, bremsen, Wandler, getriebe, kupplung) nun mit ATF Oder 20w50?

Ich hoffe sie verstehen mein Problem und es gibt nun eine inoffizielle Lösung zum Problem, da die Hälfte der Themen hier im Baumaschinen/Getriebe forum sich genau um diese Situation dreht, aber noch keine richtige Antwort gegeben wurde. 
 
Hallo,

Also zu den Fragen:

Ob das Getriebe die volle Kraft überträgt kannst Du einfach Feststellen. Der Wandler hat seine max. Verstärkung bei ca. 1600rpm (muss ich nochmal genau nachsehen). Die Maschine wird bei warmen Öl vorwärts gegen ein Hindernis gefahren und dann im größten Gang vorwärts gas gegeben. Ggf. reicht auch die Bremse zu treten wenn die gut zieht. Die Räder sollten stillstehen und der Motor sich bei 1600 rpm einpendeln.

Dreht der Motor höher, ist das ein Indiz auf durchtrehende Kupplungen im Gettriebe (wenn der Wandler okay ist).

Dreht der Motor wenig, hat der Motor zu wenig Kraft. Dann muss der mal überholt werden.

Grundsätzlich kann das Falsche Öl zu kleben der Lamellen oder durchrutschen führen.

D.h. entweder ist die Bremswirkung zu gut oder zu schlecht, bzw. trennt das Getriebe nicht, oder rutscht durch.

Klebende Kupplungslamellen führen zu schnellen verschleiß, weil quasi vorwärts und Rückwärts gleichzeitig läuft.

Das Wechsel der Ölsorte (und auch Hersteller bzw. Zusätze) kann einem das Getriebe übel nehmen.

Ich kläre nochmal, was genau da verwendet werden sollte. Aber 20W50 halte ich persönlich für zu zäh. Das ATF ist ja wie Wasser.

Dann kann es auch sein, dass deine Kupplungen schon wieder defekt sind.

Genaues ließe sich nur vor Ort sagen.

Gruß,

MHF
 
Hallo First Strike,

Ich bin auch noch recht neu hier und versuche mich in die verschiedenen Problematiken noch einzulesen .... genau wie Dir ist mir auch schon sehr deutlich aufgefallen dass um die Ölsorten teils dramatisch gegensätzliche Aussagen getroffen werden.

Ich hab dieses Problem für mich wie folgt gelöst... Laut originaler Betriebsanleitung aus der Zeit wo unsere Machinchen noch neu und im Dauereinsatz waren wird für den Wandler 9,5 Liter ATF Type A Suffix A ganzjährig vorgeschrieben ! .... das ist eine eindeutige Aussage des Herstellers und keine Empfehlung von wem auch immer ...

Für das Schaltgetriebe wird vom Hersteller 22,7 Liter ATF M-1127 bzw ATF M-1135 ganzjährig bei ölbadgekühlten Scheibenbremsen vorgeschrieben.

Ich hoffe dass bei meinem Baggerlader keine Probebohrungen im Getriebe vorgenommen wurden - aber sollte dem so sein dass auch hier die beiden Getriebe irgdwann mal "kurzgeschlossen" wurden durch diese Bohrungen dann ist die Entscheidung recht einfach ... es werden dann beide Getriebe mit dem Öl geflutet welches in höherem Umfang schon drin ist ... sprich aus 22,7 Liter ATF 10W-30 STOU (entspricht M-1127) werden dann 32,2 Liter denn ich gehe davon aus dass MF das auch so vorgesehen hat - der Wandler kommt auch mit dieser Ölsorte klar sonst wäre das von MF so nicht durchgeführt worden ...

Ist aber wie bereits gesagt MEINE persönliche Entscheidung so vorzugehn falls es bei mir auch so sein sollte ... bestellt sind jetzt erstmal beide Ölsorten für den bevorstehenden Wechsel ...

Gruß

Nobbe
 
Servus!

Schön das sich hier einige zum Thema äußern.

Gestern habe ich meinen Baggerlader wieder zusammen gebaut.

Und tatsächlich.. Nach ca 10 Litern Getriebe Öl, fing es am Wandler ablass zu Tropfen an.

Mir wurde das ganze dann zu bunt. (schon alleine deswegen,  weil ich diese Bohrung total unsinnig finde)

Ich habe den trenn Deckel unterm Getriebe abgebaut, und das Loch mit einer aushärtenden Masse zu gestopft.

Bis jetzt hält alles dicht.

Mir ist zwar nicht bekannt welches Öl vorher drin war, jedoch habe ich nach den ersten paar Metern Fahrt aus der Werkstatt bemerkt, dass das fahr verhalten nicht mehr so träge ist.

In 4 Wochen werde ich trotzdem nochmal die Tests durchführen,  zu denen mir Herr mhf1976 geraten hat.

Rückmeldung folgt!

Nachtrag : Zum Thema Getriebe Öl..

Kann das sein, dass du das Getriebe Öl mit dem Endantriebs Öl verwechselst?

Laut Betriebsanleitung in den Endantrieben sae 80

Und beim Schaltgetriebe steht bei mir keine Viskosität. Nur die Spezifikations Freigaben.

Laut einem andern forum habe ich nun STOU Multifarm genommen, das den Spezifikationen entspricht. 
 
Hallo First Strike,

ich habe jetzt extra nochmal genau nachgesehn und muss dir absolut Recht geben bezüglich deines Einwandes ... ich bin da in der Sparte verrutscht und war beim vollmechanischen Getriebe OHNE ölbadgekühlte Scheibenbremsen. Hier wird von MF tatsächlich ein anderes Öl vorgegeben ... gut dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast da muss ich schnell noch meine Bestellung korrigieren.

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Hier wird eindeutig ATF nach M-1127 bzw M-1135 vorgegeben. Das würde dann dem 10W-30 STOU (M-1127) bzw 10W-40 (M-1135) entsprechen ... was ich oben geschrieben hab ist somit ausgemachter Blödsinn und liegt daran dass ich mich einfach in der Spalte vertan habe - sry - werd ich im obigen Beitrag gleich berichtigen damit hier keine unnötigen Verwirrungen entstehen ... nochmals danke für den Hinweis.

Noch ein Satz zu deiner Reparatur ... ich hoffe dass du dir damit einen Gefallen getan hast ... ich habe da fürchterliche Bauchschmerzen und würde dass bei meinem MF so nicht machen - ich hätte da viel zu grosse Bedenken dass sich diese "aushärtende Masse" aus was die auch immer bestehen mag ... im Ölbad in ihre Bestandteile zerlegt und dann für richtig Ärger sorgen kann im Wandler ...ich hoffe für dich dass dir das nicht passiert aber wie schon gesagt ich habe da schon etwas Sorgen deswegen - wenn MF mal diese Arbeitanweisung rausgegeben hat um das Wandleröl vor zu großer thermischer Last zu schützen und das dann auch die letzten "geschätzten" 40 Jahre auch anstandslos funktioniert hat dann würde ich wie schon gesagt damit leben und einfach entsprechend dieser Anweisung nur noch 1 Ölsorte verwenden so wie von MF vorgesehen. Bei Dichtungsmitteln hab ich da grundsätzlich so meine Bedenken weil ich einfach schon zu viele Motoren bewundern konnte die zu Tode abgedichtet wurden. Wenn diese Bohrung unbedingt verschliessen willst dann würde ich das eher "mechanisch" machen mit einem Blindstopfen oder ähnlichem.GrußNobbe
 
Servus,

Na zum Glück konnte ich auch mal helfen :D

Ich bin angehender Baumaschinen Mechatroniker und ich habe paar meiner Gesellen gefragt was die zu dieser Geschichte meinen.

Die haben mir gesagt solange man nicht 2 Stunden am Stück im Vollgas fährt und der Wandler gespült wird, sollte sich dank eingebauter Wandleröl kühlung nichts überhitzt.

Denen hat eher dieser eine Kreislauf sorgen gemacht. Da es kein Öl gibt, das beide Anforderungen optimal erfüllt.

Zu deinen Bauchschmerzen. Mechanischer verschluss war auf die schnelle nicht möglich, da man von unten relativ schlecht hin kommt.

Und in den Wandler kann das auf jedenfall nicht kommen, da der über einen Sieb an saugt ;) 
 
Hallo,

die getrennten Ölkreisläufe halte ich auch für besser wie diese „Notlösung“ die MF da angeregt hat - klar passiert da nix selbst wenn die besagten 2 Stunden Vollgas fahren würdest - da am Allerwenigsten sogar.

Motordrehzahl hoch , Lamellenpaket ohne Last nur der Wandler selbst hat da Arbeit aber davon wird der kaum belastet bzw. das Wandleröl wird da kaum wärmer wie Betriebstemperatur.

Das Horrorszenario welches für diese Maßnahme sorgte dass MF meinte dem Wandler mehr Öl zur Aufnahme einer thermischen Überlast zur Verfügung stellen zu müssen seh ich da eher beim harten Einsatz als Baumaschine zb wenn mit deiner Frontladerschaufel stundenlang Humusschichten abträgst ... da wird der Wandler extrem überbeansprucht ... zu tief geschürft da alles ja immer schnell gehen muß ... dadurch wird der Motor gnadenlos überfordert ... Der Wandler tut was er kann um dasDrehmoment zu erhöhen ... solange das Kupplungspaket noch „gut“ ist geht entsprechend die Drehzahl runter ... kaum / kein Fahrtwind zur externen Kühlung usw. da kannst jedes Automatikgetriebe innerhalb kürzester Zeit im wahrsten Sinne des Wortes „verheizen“ .... und für diese extreme Falschbedienung war dieser „Workaround“ garantiert gedacht weil es eben einen erheblichen Unterschied macht ob 9,5 Liter Öl so eine Überlast aufnehmen müssen oder ob dafür 32,2 Liter zur Verfügung stehen ... selbes Prinzip wie in der Hydraulik auch angewendet wird .... nicht ohne Grund hat die Industrieausführung 55 Liter im Hydrauliksystem. 

Ich persönlich hätte einen anderen Lösungsweg bevorzugt bei dem die Wandlerölkühlung optimiert worden wäre ... größerer Kühler ... zusätzlicher Lüfter ... notfalls elektrisch aber thermisch geregelt ... das wäre aber teuer geworden .... weitaus teurer wie mal eben ein paar Löcher zu bohren auf jeden Fall.

Ich hoffe immer noch dass meiner von dieser Umrüstaktion verschont geblieben ist.

Gruß

Nobbe
 
Hi Nobbe,

das wurde wohl auch nur bei Maschinen gemacht, die Einsatzbedingt öfter zu heiß wurden (wie du bereits schön erläutert hast.

Grundsätzlich liefen die auch noch jahrelang so.

Also für den Hobbybetrieb ist beides möglich. Und ich gehe nicht davon aus, dass "wir" die Maschinen so schnell überhitzten.

Problematisch wurde das ganze ja nur, weil der Wandler und das Getriebe beugleich geblieben sind und die Motoren von 35 auf 80 PS gesteigert wurden über die Baureihen....

Aber wie gesagt, im Industrieeinsatz kritisch, im Hobby wohl nie.

Gruß,

MHF
 
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